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Physio-Therapiezentrum mit Bewegungsbad - Pawel Peters, Timo Böttcher GbR

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Nadine Peters, Ansprechpartnerin

Tel.: (030) 6 22 10 12
E-Mail: info@physio-therapiezentrum.de

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Physio-Therapiezentrum mit Bewegungsbad - Pawel Peters, Timo Böttcher GbR


Werbellinstr. 42
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Tel.: (030) 6 22 10 12
E-Mail: info@physio-therapiezentrum.de


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Gesundheitsnews



Sensormatte beugt Haltungsschäden vor
Jedes der farbigen Felder auf dem Bildschirm steht für einen bestimmten Sensor in der Matte. Echtzeitnah wird angezeigt, wie stark welche Bereiche der Füße gerade belastet werden. Rot steht für hohen, gelb für mittleren und grün für geringen Druck.

Wissenschaftler vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA haben in Zusammenarbeit mit der isoloc Schwingungstechnik GmbH eine Sensormatte für Steharbeitsplätze entwickelt. Sie erfasst die Fußposition eines Mitarbeiters und erkennt Gewichtsverlagerungen. Damit könnte sie helfen Haltungsschäden vorzubeugen.

Sensormatten kommen in Fabrikhallen bisher vor allem dort zum Einsatz, wo Mensch und Roboter eng zusammenarbeiten. Sie sind dort im Einzugsbereich von Robotern ausgelegt und dienen der Arbeitssicherheit: Sobald ihre Sensoren einen Mitarbeiter registrieren, schalten sie den Roboter ab und verhindern so folgenschwere Arbeitsunfälle.

Dabei könnten die Sensormatten auch an Steharbeitsplätzen ohne Roboter Gutes bewirken. Sie könnten dabei helfen, das ergonomische Arbeiten zu verbessern, Haltungsschäden und daraus resultierende Arbeitsausfälle vorzubeugen. Denn langes Stehen, bei dem immer dasselbe Bein mehr belastet wird als das andere oder das Gewicht ungleichmäßig auf den Füßen verteilt ist, kann auf lange Sicht zu Beckenfehlstellungen, verspannten und schmerzenden Muskeln im Bereich der Wirbelsäule aber auch der Beine, des Nackens und der Schulter führen. Bandscheibenschäden und eine erhöhte Belastung der Gelenke durch veränderte, ungünstige Bewegungsabläufe können die Folge sein.

Sensoren messen durch die Schuhsohle hindurch

Raphael Neuhaus und Julian Stübing von der Abteilung Funktionale Materialien am Fraunhofer IPA haben nun zusammen mit isoloc eine Sensormatte für Steharbeitsplätze entwickelt, deren kapazitive Sensorik die Fußposition eines Mitarbeiters in Echtzeit erfasst und Gewichtsverlagerungen erkennt. »Damit können sie selbst kontrollieren, ob sie eine gesunde Körperhaltung einnehmen und bei Bedarf sofort korrigieren«, sagt Entwicklungsingenieur Stübing.

48 Sensoren pro Fuß haben die beiden Wissenschaftler schachbrettartig in ihre Steharbeitsplatz-Matte integriert. »Die Messungen erfolgen berührungslos durch die Schuhsohle hindurch«, erläutert Stübing. »Wenn ein Mitarbeiter also Sicherheitsschuhe mit starren Sohlen trägt, beeinträchtigt das das Messergebnis nicht. Es werden nur die Signale erfasst, die von der Fußsohle ausgehen.«

Über ein Bus-System und einen USB-Anschluss ist die Matte mit dem Computer des Mitarbeiters verbunden. Über ein Schachbrettmuster, bei dem jedes der 48 Felder für einen bestimmten Sensor steht, zeigt eine Software dem Mitarbeiter echtzeitnah an, wie stark welche Bereiche seiner Füße gerade belastet sind. Rot steht dabei für hohen, gelb für mittleren und grün für geringen Druck.

Ampelsystem zur Selbstkontrolle

»Im Moment liefert die Matte lediglich die Messdaten und veranschaulicht diese über das Benutzerinterface«, so Stübing, »eine Auswertung findet bisher nicht statt.« Das könnte sich aber bald schon ändern. Denkbar wäre zum Beispiel ein Ampelsystem, das anzeigt, ob ein Mitarbeiter gut steht (grün), ob es Verbesserungspotenzial gibt (gelb) oder er sein Gewicht sofort verlagern muss (rot), weil ein Bein zu lange zu stark belastet wurde.

Außerdem planen Stübing und Neuhaus, die Anzahl der Sensoren in der Matte zu erhöhen, um die Bildgebung zu verbessern. Ob und wie gut das funktioniert und ob eine Sensormatte mit derart hoher Auflösung überhaupt zu finanzieren wäre − das sind Fragen, die die beiden Wissenschaftler in einem weiteren Forschungsprojekt klären wollen.

Kinder sollen kippeln!
3 Tipps, um beim Lernen in Bewegung zu bleiben

Wer viel Zeit im Sitzen vor Büchern oder dem Computer verbringt, neigt Oberkörper und Schultern nach vorne - die typische Bürohaltung. Auch viele Kinder nehmen diesen Sitz bereits beim Lernen automatisch ein. Das kann jedoch Folgen haben: Gebeugtes und starres Sitzen quetscht innere Organe, der Atemrhythmus wird ungünstig beeinflusst und der Rücken schmerzt. Besser: Auf dem Stuhl in Bewegung bleiben. Ob im Schulunterricht oder zuhause bei den Hausaufgaben - kippeln, wippen und hin- und her rutschen ist ausdrücklich erwünscht. Das unterstützt die Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V., indem sie besonders ergonomische Kindermöbel zertifiziert - damit auch die Kleinsten gesund und fit bleiben.

Kinder sind von Grund auf aktiv - und sollten es auch am Schreibtisch sein dürfen. Lebendiges Sitzen hat viele positive Effekte: Es reduziert die Belastung für den Rücken und steigert die Konzentration, Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden. Das fördert die geistige und körperliche Entwicklung und auch das Lernen für die Schule geht einfacher von der Hand. "Rückengerechte Schreibtischstühle und -tische müssen den natürlichen Bewegungsdrang der Kids fördern - sie wachsen mit und sind qualitativ hochwertig", erklärt AGR-Geschäftsführer Detlef Detjen. Zu erkennen sind sie am Gütesiegel "Geprüft & empfohlen", das von einem unabhängigen Experten-Gremium aus Ärzten und Therapeuten zusammen mit der AGR verliehen wird.

Tipp 1: Dynamische Stühle für bewegtes Lernen

Ob nach vorn gebeugte Arbeitshaltung oder passives Sitzen in einer zurückgelehnten Ruhehaltung - ein ergonomischer Schreibtischstuhl erlaubt verschiedene Sitzpositionen und -winkel. Darüber hinaus passt er sich durch eine bewegliche Sitzfläche auch den verschiedenen Haltungswechseln des Kindes an. Das schont die Rückenmuskulatur und unterstützt ein gesundes Wachstum. Rückenfreundliche Stühle wachsen mit dem Kind mit und unterstützen seine individuellen Bedürfnisse. Dafür sollten Sitzhöhe und -tiefe und die Rückenlehne einfach verstellbar sein. Wichtig: Darauf achten, dass die Lehne die Schulterblätter stützt und sich an die Lendenwirbelsäule anpasst. Zusätzlich zum Schreibtischstuhl lohnt sich auch die Anschaffung sogenannter Aktiv-Sitze - sie haben keine Rückenlehne und sind besonders beweglich.

Tipp 2: Auf den passenden Schreibtisch achten

Auch für den Tisch gilt: Unkompliziert und im besten Fall stufenlos höhenverstellbar sollte er sein. Eine Tischplatte mit einer Fläche von circa 90 cm Breite und 60cm Tiefe bietet ausreichend Platz für Hefte, Bücher, Mäppchen & Co. "Zusätzlich ist wichtig, dass der Tisch um mindestens 16° neigbar ist. So können Kinder eine gesunde Sitzhaltung einnehmen, die Kopf, Nacken und Rücken entlastet und sich gut auf die Lernmaterialien vor ihnen konzentrieren.", erklärt Detjen. Eine Übersicht über zertifizierte Produkte und weitere Informationen zum Thema gibt es unter www.agr-ev.de/kinder-schreibmoebel.

Kurz und knapp:

Um einen gesunden Kinderrücken zu unterstützen, müssen Tisch und Stuhl eine Einheit bilden und auf das Kind abgestimmt sein. Dazu gilt es, die folgenden Punkte zu beachten:

-  Steht das Kind vor dem Stuhl, endet die Sitzfläche am unteren Ende der Kniescheibe.
-  Im Sitzen sollte leicht zurückgelehntes Sitzen möglich sein, das Knie befindet sich unter der Hüfte und die Füße berühren den Boden. Das Kind sitzt optimal, wenn die Oberschenkel zwei- bis dreifingerbreit von der Sitzfläche entfernt sind.
-  Der Tisch ist dann auf die richtige Sitzposition abgestimmt, wenn die Handflächen auf der Tischplatte aufliegen können, die Schultern dabei nicht hochgezogen sind und Unter- und Oberarm einen 90°-Winkel bilden.  

Tipp 3: Kindern einen bewegten Alltag ermöglichen

Eltern können ihre Kinder aktiv dazu animieren, im Sitzen immer mal wieder die Haltung zu wechseln und regelmäßig aufzustehen. In den Pausen ist Austoben angesagt - egal ob in der Schule oder als Unterbrechung bei den Hausaufgaben. Das unterstützt nicht nur den Rücken, sondern fördert auch die Konzentration beim anschließenden Weiterlernen. Einen Ausgleich zum Lernen bietet eine aktive Freizeitgestaltung: Dazu können Eltern ihre Kinder zum Spielplatz begleiten oder eine Anmeldung in einem Sportverein organisieren. Wer morgens mit dem Rad zur Schule fährt oder läuft, bleibt zusätzlich in Bewegung.

Stopp den Schmerz - Rückenbeschwerden effektiv lindern
Egal ob Hexenschuss oder Bandscheibenvorfall - Betroffene sind im Krankheitsfall oft unsicher, wie sie sich bei Beschwerden verhalten sollen.

Laut der Bertelsmann-Studie "Faktencheck Rücken" sind Rückenbeschwerden für rund 38 Millionen Arztbesuche in Deutschland verantwortlich. Egal ob Hexenschuss oder Bandscheibenvorfall - Betroffene sind im Krankheitsfall oft unsicher, wie sie sich bei Beschwerden verhalten sollen. Die Aktion Gesunder Rücken e. V. weiß, was bei den unterschiedlichen Schmerzen am besten hilft.

1.) Bandscheibenvorfall

Bei der Diagnose Bandscheibenvorfall befürchten viele eine Operation. Dabei ist ein solcher Eingriff in über 90 Prozent der Fälle gar nicht nötig. Die Beschwerden bessern sich meist durch eine konservative Therapie bestehend aus Schmerzmedikation, lokaler Infiltrationsbehandlung (Spritzen), leichter Bewegung und Physiotherapie. Auch Entspannungsübungen und Wärmeanwendungen können die Beschwerden lindern.

2.) Hexenschuss

Wer akut unter einem Hexenschuss leidet, begibt sich in die sogenannte Stufenlagerung. Dafür legen Sie Kopf und Rücken flach auf eine weiche Unterlage und legen Knie und Unterschenkel angewinkelt (90° Grad) auf einem Stuhl ab. So wird die verspannte Muskulatur gelockert. Gehen Sie zudem am besten den üblichen Tätigkeiten im Alltag so gut es geht nach und bleiben Sie in Bewegung. Ein weiterer Tipp: Nutzen Sie Auflagen oder Wärmepflaster mit konstant therapeutischer Wärme. Sie entspannen die verkrampfte Muskulatur.

3.) Nackenschmerzen

Muskelverspannungen und -verhärtungen im Nacken rückt man am besten mit leichten Dehnübungen zu Leibe. Denn: Verspannte Muskeln sind verkürzt. Durch sanfte Bewegung wird die Muskulatur aktiviert und die Durchblutung angeregt. Da oft Fehlhaltungen die Verspannungen begünstigen, ist es zudem sinnvoll, die Haltung im Alltag regelmäßig zu überprüfen und etwa auf ein ergonomisches Umfeld zu achten. Vermeiden Sie zudem Stress und Zugluft.

Hinweis: Starke und immer wiederkehrende Beschwerden können auf ernsthafte, unter Umständen dringend behandlungsbedürftige Krankheiten hinweisen. Suchen Sie in diesem Fall und bei Unsicherheit unbedingt einen Arzt auf.

Weitere Informationen zu Ursachen, Therapie und Prävention von Rückenschmerzen gibt es auf der Webseite der Aktion Gesunder Rücken e. V. unter www.agr-ev.de.

22.09.2020 DGA | Quelle: Aktion Gesunder Rücken (AGR) e.V.